Dienstag, 8. November 2011
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation: Vom Ende des Mittelalters bis 1806 - Barbara Stollberg-Rilinger - 133 Seiten
Als Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone niederlegte, hörte das Alte Reich auf zu existieren. Dieses Buch bietet eine fundierte Darstellung des Alten Reiches vom Ende des Mittelalters bis 1806. Erläutert werden Institutionen und Strukturen jenes Staates, der so gar nicht den Vorstellungen moderner Staatlichkeit entspricht, der aber Deutschland auch über dieses Datum hinaus prägte.
Karl V. - Luise Schorn-Schütte - 112 Seiten
Pressenotiz zu : Frankfurter Rundschau, 18.05.2000
Robert von Friedeburg nutzt das Erscheinen von drei Biografien zu Karl V., um sich erst einmal selbst über den Kaiser auszulassen. Es liegt ihm besonders am Herzen, dem Leser klarzumachen, welche geschichtlichen Wandlungsprozesse sich an Karls Person festmachen lassen. Zu den drei Büchern äussert er sich dagegen nur kurz. Alle drei würden "zusammen und einzeln einen Zugang" zu Karl V. und seiner bewegten Zeit bieten.
1) Alfred Kohler: "Karl V. 1500-1558". Eine Biografie (Beck Verlag
Die Biografie Alfred Kohler lobt Friedeburg als auführlichste, mit eigenständigen Kapiteln über verwinkelte historische Fragen.
2) Luise Schorn-Schütte: "Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit" (Beck Verlag)
Dieses Buch bietet einen "knappen Zugriff auf Biografie und Persönlichkeit", meint Friedeburg. Dabei kämen auch Geschichtsschreibung und Forschung nicht zu knapp.
3) Ernst Schulin: "Karl V." Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereichs (Kohlhammer Verlag)
Der Autor verfolge drei sich "parallel vollziehende Geschichten": die spanisch-burgundische Herrschaft Karls, die "Türkenabwehr" und die Auseinandersetzung mit der Refomation. Allein dadurch wird deutlich, so Friedeburg, wie "inhaltlich zusammenhängend war, womit Karl umgehen musste".
Robert von Friedeburg nutzt das Erscheinen von drei Biografien zu Karl V., um sich erst einmal selbst über den Kaiser auszulassen. Es liegt ihm besonders am Herzen, dem Leser klarzumachen, welche geschichtlichen Wandlungsprozesse sich an Karls Person festmachen lassen. Zu den drei Büchern äussert er sich dagegen nur kurz. Alle drei würden "zusammen und einzeln einen Zugang" zu Karl V. und seiner bewegten Zeit bieten.
1) Alfred Kohler: "Karl V. 1500-1558". Eine Biografie (Beck Verlag
Die Biografie Alfred Kohler lobt Friedeburg als auführlichste, mit eigenständigen Kapiteln über verwinkelte historische Fragen.
2) Luise Schorn-Schütte: "Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit" (Beck Verlag)
Dieses Buch bietet einen "knappen Zugriff auf Biografie und Persönlichkeit", meint Friedeburg. Dabei kämen auch Geschichtsschreibung und Forschung nicht zu knapp.
3) Ernst Schulin: "Karl V." Geschichte eines übergroßen Wirkungsbereichs (Kohlhammer Verlag)
Der Autor verfolge drei sich "parallel vollziehende Geschichten": die spanisch-burgundische Herrschaft Karls, die "Türkenabwehr" und die Auseinandersetzung mit der Refomation. Allein dadurch wird deutlich, so Friedeburg, wie "inhaltlich zusammenhängend war, womit Karl umgehen musste".
Karl V: 1500 - 1558. Eine Biographie - Alfred Kohler
Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Im Februar 2000 jährt sich der Geburtstag Kaiser Karls V. zum 500. Mal. Aus diesem Anlass bespricht Christine Tauber Kohlers Buch zusammen mit zwei weiteren Neuerscheinungen: Ernst Schulins „Kaiser Karl V.“ (Verlag W. Kohlhammer) und Sigrid-Maria Größings „Karl V.“ (Amalthea Verlag).
1) „Karl V. 1500-1558“ von Alfred Kohler
Kohler geht nach Ansicht Taubers wesentlich seriöser mit dem Gegenstand um als Größing. Die Rezensentin erklärt das unter anderem aus der 25-jährigen Beschäftigung des Historikers mit der Epoche. Dabei fühle sich Kohler der „kanonischen“ Biographie Karl Brandis über den Kaiser verpflichtet. Anders als Schulin betone Kohler „die zentrierende Kraft des Europagedankens“ bei Karl V.. Im zweiten Drittel von Kohlers Biographie stört Tauber eine konventionelle, an der chronologischen Perlenschnur der Schlachtenabfolge orientierte Erzählweise.
2) „Kaiser Karl“ von Ernst Schulin
An Schulins Buch begeistert Tauber unter anderem die „fast künstlerisch zu nennende Vorgehensweise“. Ihm schwebe offenbar ein Porträt im Sinne Jakob Burckhardts vor. Dabei stellt sich heraus, dass der Kaiser bei Schulin weder als „Renaissancefürst“ noch als Vorkämpfer nationaler Ideen zu verstehen sei. Der Untertitel verrate schon die Grundthese des Buchs, das die Geschichte „eines zu großen Anspruches“ nachzeichne. Besonders erfreulich findet Tauber den Reichtum der Detailbeobachtungen bei Schulin.
3) „Karl V.“ von Sigrid Maria Größing
Größings Buch schneidet am schlechtesten ab. Die Autorin lasse sich von mangelnder Faktenkenntnis nicht stören und ersetze sie durch „weibliche Intuition“. Besonders skurril findet Tauber dabei, dass Größing Situationen im Leben des Kaisers, über die es fast keine Quellen gibt, nacherzählt, als wäre sie dabei gewesen. Seriös findet Tauber diesen „Blick durch die Schlüssellöcher“ nicht.
Im Februar 2000 jährt sich der Geburtstag Kaiser Karls V. zum 500. Mal. Aus diesem Anlass bespricht Christine Tauber Kohlers Buch zusammen mit zwei weiteren Neuerscheinungen: Ernst Schulins „Kaiser Karl V.“ (Verlag W. Kohlhammer) und Sigrid-Maria Größings „Karl V.“ (Amalthea Verlag).
1) „Karl V. 1500-1558“ von Alfred Kohler
Kohler geht nach Ansicht Taubers wesentlich seriöser mit dem Gegenstand um als Größing. Die Rezensentin erklärt das unter anderem aus der 25-jährigen Beschäftigung des Historikers mit der Epoche. Dabei fühle sich Kohler der „kanonischen“ Biographie Karl Brandis über den Kaiser verpflichtet. Anders als Schulin betone Kohler „die zentrierende Kraft des Europagedankens“ bei Karl V.. Im zweiten Drittel von Kohlers Biographie stört Tauber eine konventionelle, an der chronologischen Perlenschnur der Schlachtenabfolge orientierte Erzählweise.
2) „Kaiser Karl“ von Ernst Schulin
An Schulins Buch begeistert Tauber unter anderem die „fast künstlerisch zu nennende Vorgehensweise“. Ihm schwebe offenbar ein Porträt im Sinne Jakob Burckhardts vor. Dabei stellt sich heraus, dass der Kaiser bei Schulin weder als „Renaissancefürst“ noch als Vorkämpfer nationaler Ideen zu verstehen sei. Der Untertitel verrate schon die Grundthese des Buchs, das die Geschichte „eines zu großen Anspruches“ nachzeichne. Besonders erfreulich findet Tauber den Reichtum der Detailbeobachtungen bei Schulin.
3) „Karl V.“ von Sigrid Maria Größing
Größings Buch schneidet am schlechtesten ab. Die Autorin lasse sich von mangelnder Faktenkenntnis nicht stören und ersetze sie durch „weibliche Intuition“. Besonders skurril findet Tauber dabei, dass Größing Situationen im Leben des Kaisers, über die es fast keine Quellen gibt, nacherzählt, als wäre sie dabei gewesen. Seriös findet Tauber diesen „Blick durch die Schlüssellöcher“ nicht.
Von Ratlosen und Löwenherzen: Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters - 240 Seiten - Rebecca Gable
Gönnen wir ihr die kleine Auszeit. Nach sechs fast schon obligatorischen Tausendseitern, mittelalterliche Blockbuster allesamt, mit denen Rebecca Gablé ihre Fangemeinde in den letzten Jahren verwöhnte, folgt nun die wohlverdiente Verschnaufpause. Und wie sieht die bei einer Literaturwissenschaftlerin, Fachfrau in Sachen Mediävistik und passionierten England-Reisenden wohl aus? Richtig! Sie schreibt ein Sachbuch übers Mittelalter in England. Und fängt sogleich an, den etwas verwaschenen Begriff zeitlich zu fixieren: Von der Völkerwanderung Ende des 3. Jahrhunderts bis zur Verbreitung des Buchdrucks Ende des 15. Jahrhunderts. Basta! Kein geringes Vorhaben auf gerade mal 230 Seiten. Doch Frau Gablé erweist sich auch in der kleinen Sachbuchform als Meisterin.
Alles begann im 4. Jahrhundert mit dem Abzug der Römer, die genug Trouble in der Heimat hatten. Wilde Pikten und Scoten hatten sich überdies auf dem neblichten Eiland als lästige Wanzen erwiesen. Die zurückgebliebenen britischen Kelten hatten aber am römischen Lifestyle nicht wenig Gefallen gefunden. So ging’s los. Um sich nun ihrerseits die blauen Barbaren aus dem kargen Norden vom Halse zu halten, engagierten sie Kampfverbände aus Norddeutschland – und schon waren sie da – die Angelsachsen. In diesem Stile lässt sich Geschichte erfolgreich vermitteln. Nicht einschläfernd, forsch bis kess im Ton. Nichts weniger zeichnet eine Bestsellerautorin aus!
Vom „Volk der Angeln“ und ihrem „Engla-Land“, über Alfred den Großen, Englands sagenhaften ersten King, der 878 den Dänen den Garaus machte, bis hin zu Herrschern, deren Namen Sven Gabelbart, Edmund Eisenseite oder Harald Hasenfuß eher unfreiwillig komische Naturen verhießen; oder dem frühen Gotteskrieger Richard Löwenherz, der hinter deutsch-österreichischem Gemäuer vor sich hinfaulte -, Madame Gablé wartet zur Auflockerung ihrer Geschichtsstunde mit allerlei Kuriosa und Skurrilitäten auf. Dies verheißt eine Menge Lesespaß, zugunsten dessen die historische Akkuratesse bei der Fülle des Materials bisweilen schmunzelnd übersehen werden sollte. Kleine, aber hübsche verlegerische Serviceleistung: Das Buchcover lässt sich zum königlichen Stammbaum entfalten. Und nach der Lektüre wird man wenigstens einige der sprichwörtlichen britischen Schrullen etwas besser verstehen. Dermaßen präpariert, freuen wir uns auf den nächsten großen Gablé-Wurf.
Schönheit und Schrecken: Eine Geschichte des Ersten Weltkriegs, erzählt in neunzehn Schicksalen - 704 Seiten - Peter Englund
Der Erste Weltkrieg, die «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts», hat die alte Welt aus den Angeln gehoben. Ein epochales Ereignis, das seit vier Generationen im kollektiven Gedächtnis haftet – aber noch nie so erzählt wurde wie in diesem Buch. In «Schönheit und Schrecken» schildert Peter Englund, international renommierter Historiker und Vorsitzender der Nobelpreisjury, die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive von neunzehn meist unbekannten Menschen – unter ihnen ein ungarischer Kavallerist, ein deutsches Schulmädchen, ein russischer Ingenieur, ein belgischer Kampfflieger, eine englische Krankenschwester und ein amerikanischer Feldchirurg. Sie alle erfahren den Krieg als eine Macht, die ihnen etwas Entscheidendes raubt: ihre Jugend, ihre Illusionen, ihre Hoffnung, ihre Mitmenschlichkeit – ihr Leben. So wird immer mehr die existenzielle Dimension des Krieges fühlbar: als Erlebnis und Alltag, als Rausch und Albtraum, als Versprechen und Lüge, als eine alles verschlingende Kraft. Es sind erschütternde Episoden, die sich wie nebenbei zu einem Gesamtbild fügen, romanhaft erzählt und doch auf zahllosen Selbstzeugnissen basierend: Briefen, Tagebüchern, Aufzeichnungen. Ein grandioses Geschichtsepos und zugleich ein bewegendes literarisches Zeugnis.
Das Ende ist mein Anfang: Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens - Ein SPIEGEL-Buch - Tiziani Terzani
„Seit Monaten spüre ich eine geballte Freude in mir, die nach allen Richtungen ausstrahlt. Ich habe das Gefühl, nie zuvor so leicht und glücklich gewesen zu sein.“ Kaum zu glauben, dass dies die Worte eines Todgeweihten sind. Aber durchaus typisch für die Lebenseinstellung Tiziano Terzanis, der sich kurz vor seinem Krebstod zu einer ausführlichen Aussprache mit seinem Sohn Folco traf. Die ebenso erschütternden wie in ihrem optimistischen Grundtenor irgendwie tröstlichen Reflexionen des damals 64-jährigen Journalisten und Schriftstellers flossen posthum in ein Buch ein, das in Italien rasch zum Bestseller avancierte und auch in Deutschland zum Verkaufsschlager wurde.
Natürlich hatte Terzani, der über Jahrzehnte als Asienkorrespondent unter anderem für den Spiegel schrieb und unser Bild vom Fernen Osten wesentlich mitprägte, ein bewegtes und abenteuerliches Leben, das er hier noch einmal in aller Ausführlichkeit Revue passieren lässt. Doch darf es bezweifelt werden, dass es primär die Neugier am Privatleben einer vergleichsweise nicht übermäßig prominenten und unglamourösen Persönlichkeit ist, die die Leser anzieht.
Das erstaunlichste dieses Buches ist vielmehr die Gelassenheit, mit der der kurz zuvor zur fernöstlichen Religiosität konvertierte Terzani dem Tod entgegenblickt. Man mag von asiatisch-reliogiösen Gurus – und als solcher hat sich Terzani am Ende seines Lebens verstanden – halten, was man will. Eines muss man ihnen lassen: Sie verstehen es nicht nur zu leben – sondern auch in Würde zu sterben. Franz Klotz
Vom Kriege - Carl von Clausewitz - 288 Seiten
DE 1832–37 Form SachbuchBereich Kriegswissenschaft, Politologie
Vom Kriege gilt neben dem Kompendium des chinesischen Philosophen Sun Tzu (3. Jh. v. Chr.) als das einflussreichste Werk über die Theorie der Strategie. Es führt den Krieg und die Kriegsführung auf ihre einfachsten Elemente zurück. Aus diesem Grund ist das Buch noch heute interessant – nicht nur für Soldaten, sondern auch für Politik- und Wirtschaftswissenschaftler oder für Mathematiker, die komplexe Systeme untersuchen.
Entstehung: Die von seiner Witwe Marie von Clausewitz herausgegebenen Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegsführung (10 Bde., 1832–37) hatte Clausewitz während seiner Zeit als Direktor der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin nur für den eigenen Gebrauch niedergeschrieben und erst kurz vor seinem Tod begonnen, einen Teil davon für eine spätere Veröffentlichung vorzubereiten. Die Bände 4 bis 10 umfassen historische Studien von Kriegen und Feldzügen der Neuzeit (etwa ab 1618), auf deren Analyse die philosophischen Betrachtungen über das Wesen des Kriegs in den ersten drei Bänden aufbaut. Diese Bände erschienen 1853 in leicht überarbeiteter Form unter dem Titel Vom Kriege. Auf dieser Ausgabe beruhen die meisten späteren Auflagen und Nachdrucke.
Inhalt: Das Buch analysiert, wie der ursprüngliche Titel besagt, Krieg und Kriegsführung, und zwar als ein allgemeines Phänomen. Zwar erkennt auch Clausewitz an, dass der Krieg ein »Akt der Gewalt [ist], um unseren Gegner zu zwingen, unseren Willen zu tun«, aber sieht ihn immer als einen Teil der Politik.
Clausewitz liefert mit seinem Werk keine einfachen strategischen Regeln zur sofortigen Anwendung, sondern formuliert allgemeine Erkenntnisse, die den Leser zu eigenen Schlüssen und Einsichten führen sollen. Darüber hinaus betont er bei der Darstellung der Strategie immer das psychologische Moment und den unvorhersehbaren Einfluss des Zufalls, die beide zwangsläufig dazu führen, dass Kriegsführung – oder Strategie im Allgemeinen – keine exakte Wissenschaft sein kann. Schon wegen solcher Einsichten nähert er sich dem Problem weit vielschichtiger an, als dies das bekannteste Zitat aus dem Werk vermuten lässt, nach dem der Krieg bloß die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei.
Wirkung: Seit seinem ersten Erscheinen wurde das Werk in jede der großen Weltsprachen übersetzt und übt bis heute einen starken Einfluss auf alle aus, die sich mit Strategie beschäftigen. Wegen seiner Komplexität wurde und wird es jedoch häufig nur in Teilen rezipiert, was nicht selten zu Fehlurteilen führte. P. B.
Vom Kriege gilt neben dem Kompendium des chinesischen Philosophen Sun Tzu (3. Jh. v. Chr.) als das einflussreichste Werk über die Theorie der Strategie. Es führt den Krieg und die Kriegsführung auf ihre einfachsten Elemente zurück. Aus diesem Grund ist das Buch noch heute interessant – nicht nur für Soldaten, sondern auch für Politik- und Wirtschaftswissenschaftler oder für Mathematiker, die komplexe Systeme untersuchen.
Entstehung: Die von seiner Witwe Marie von Clausewitz herausgegebenen Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegsführung (10 Bde., 1832–37) hatte Clausewitz während seiner Zeit als Direktor der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin nur für den eigenen Gebrauch niedergeschrieben und erst kurz vor seinem Tod begonnen, einen Teil davon für eine spätere Veröffentlichung vorzubereiten. Die Bände 4 bis 10 umfassen historische Studien von Kriegen und Feldzügen der Neuzeit (etwa ab 1618), auf deren Analyse die philosophischen Betrachtungen über das Wesen des Kriegs in den ersten drei Bänden aufbaut. Diese Bände erschienen 1853 in leicht überarbeiteter Form unter dem Titel Vom Kriege. Auf dieser Ausgabe beruhen die meisten späteren Auflagen und Nachdrucke.
Inhalt: Das Buch analysiert, wie der ursprüngliche Titel besagt, Krieg und Kriegsführung, und zwar als ein allgemeines Phänomen. Zwar erkennt auch Clausewitz an, dass der Krieg ein »Akt der Gewalt [ist], um unseren Gegner zu zwingen, unseren Willen zu tun«, aber sieht ihn immer als einen Teil der Politik.
Clausewitz liefert mit seinem Werk keine einfachen strategischen Regeln zur sofortigen Anwendung, sondern formuliert allgemeine Erkenntnisse, die den Leser zu eigenen Schlüssen und Einsichten führen sollen. Darüber hinaus betont er bei der Darstellung der Strategie immer das psychologische Moment und den unvorhersehbaren Einfluss des Zufalls, die beide zwangsläufig dazu führen, dass Kriegsführung – oder Strategie im Allgemeinen – keine exakte Wissenschaft sein kann. Schon wegen solcher Einsichten nähert er sich dem Problem weit vielschichtiger an, als dies das bekannteste Zitat aus dem Werk vermuten lässt, nach dem der Krieg bloß die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei.
Wirkung: Seit seinem ersten Erscheinen wurde das Werk in jede der großen Weltsprachen übersetzt und übt bis heute einen starken Einfluss auf alle aus, die sich mit Strategie beschäftigen. Wegen seiner Komplexität wurde und wird es jedoch häufig nur in Teilen rezipiert, was nicht selten zu Fehlurteilen führte. P. B.
Gomorrha: Reise in das Reich der Camorra - 368 Seiten -
Die süditalienische Camorra mischt mit im internationalen Drogenhandel, verschiebt riesige Mengen Giftmülls in Italien, macht gewaltige Geschäfte mit der Herstellung billiger wie hochwertiger Textilien, hat praktisch das Monopol auf den Handel mit Zement und Geschäftsbeziehungen, die bis nach Deutschland, Schottland oder China reichen. Auf ihr Konto gehen jedes Jahr Hunderte von Toten.
Der junge Journalist Roberto Saviano stammt selbst aus Neapel. Er hat unter Einsatz seines Lebens vor Ort recherchiert, Beweise geliefert und ein brillantes Buch geschrieben, das dem Leser den Atem nimmt. Die Macht der Camorra wie anderer Verbrecherorganisationen stützt sich auf Schweigen. Saviano hat diesem Schweigen die Macht des Wortes entgegengestellt. Damit hat er sich auch tödlicher Gefahr ausgesetzt, lebt seitdem an geheimen Orten und begibt sich nur unter dem Schutz von Bodyguards in die Öffentlichkeit.
Roberto Saviano erhielt den Geschwister-Scholl-Preis 2009 für sein Buch ›Das Gegenteil von Tod‹ - aber darüber hinaus für sein engagiertes Schreiben insgesamt.
»Mancher denkt, dass Drohungen und Einschüchterungen zum Verbergen der Worte führen. Gerade dies passiert aber oft nicht. Statt der Stille geht man den unbegehbaren Weg des täglichen Kampfes, des andauerenden und leisen Nahkampfes, wie bei einem Schattenkampf, zwischen dem, was das eigene Gewissen auferlegt, und den legitimen Sorgen eines bedrohten Lebens. Für mich persönlich ist das Schreiben gleichbedeutend damit, nicht auf meine Worte zu verzichten, mich nicht zu verlieren, mich nicht geschlagen zu geben, nicht zu verzweifeln, wenn alles mich zur Verzweiflung und Einsamkeit bringt.«
Arabiens Stunde der Wahrheit: Aufruhr an der Schwelle Europas - Peter Scholl-Latour - 384 Seiten
Die arabische Welt ist in Aufruhr. An der Südflanke Europas brodelt es. Ob in Ägypten, Libyen, Syrien oder Tunesien – überall begehrt das Volk gegen korrupte Regierungen und despotische Regime auf. Wie kein zweiter kennt Peter Scholl-Latour die wechselvolle Geschichte dieser Länder, die er seit den 1950er Jahren immer wieder bereist hat. In seinem neuen Buch verknüpft er auf bewährte Weise seine sechzigjährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens mit aktuellen Eindrücken seiner jüngsten Reisen nach Nordafrika, darunter der Sudan, Ägypten und Algerien. Was Peter Scholl-Latours Bücher seit jeher auszeichnet, ist die profunde Kenntnis der Länder und Kulturen, über die er schreibt. Schon in den 1950er Jahren hat er die arabische Welt intensiv bereist und seitdem immer wieder über sie berichtet. So vermag er mit bestechendem Scharfblick das aktuelle Geschehen in seinem historischen und kulturellen Zusammenhang zu erklären. Zugleich beschwört er in eindringlichen Reportagen die magische Welt der Basare, Kasbahs und Oasen herauf, die er noch in ihrem ursprünglichen Zustand kennengelernt hat. So ist sein Buch beides: hochaktueller Bericht und faszinierende Zeitreise.
Jerusalem: Die Biographie - 880 Seiten
Die Geschichte Jerusalems ist die Geschichte der Welt
Jerusalem ist die Stadt der Städte, die Hauptstadt zweier Völker, der Schrein dreier Weltreligionen, der Schauplatz des jüngsten Gerichts und der Brennpunkt des Nahost-Konflikts. Jerusalems Geschichte bedeutet 3000 Jahre Glauben, Fanatismus und Kampf, aber auch das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen.
Packend und farbig schildert der Bestsellerautor Sebag Montefiore in seiner fulminanten Biographie die zahlreichen Epochen dieser sich ständig wandelnden Stadt, ihre Kriege, Affairen, Könige, Propheten, Eroberer, Heiligen und Huren, die diese Stadt mitgeschaffen und geprägt haben. Basierend auf dem neuesten Stand der Forschung und teilweise unbekanntem Archivmaterial macht er die Essenz dieser einzigartigen Stadt greifbar und lässt sie in ihrer Einzigartigkeit leuchten. Denn nur Jerusalem existiert zweimal: im Himmel und auf Erden.
Jerusalem ist die Stadt der Städte, die Hauptstadt zweier Völker, der Schrein dreier Weltreligionen, der Schauplatz des jüngsten Gerichts und der Brennpunkt des Nahost-Konflikts. Jerusalems Geschichte bedeutet 3000 Jahre Glauben, Fanatismus und Kampf, aber auch das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen.
Packend und farbig schildert der Bestsellerautor Sebag Montefiore in seiner fulminanten Biographie die zahlreichen Epochen dieser sich ständig wandelnden Stadt, ihre Kriege, Affairen, Könige, Propheten, Eroberer, Heiligen und Huren, die diese Stadt mitgeschaffen und geprägt haben. Basierend auf dem neuesten Stand der Forschung und teilweise unbekanntem Archivmaterial macht er die Essenz dieser einzigartigen Stadt greifbar und lässt sie in ihrer Einzigartigkeit leuchten. Denn nur Jerusalem existiert zweimal: im Himmel und auf Erden.
Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten - 816 Seiten - Neil MacGregor
Was uns eine steinerne Säule über einen großen indischen Herrscher erzählen kann, der seinem Volk Toleranz predigt, was spanische Dukaten uns über die Anfänge der globalen Währung verraten, oder was ein viktorianisches Teeservice uns über die Macht des Britischen Empires offenbart - Neil MacGregor beschreibt all diese Objekte nicht einfach nur, sondern erschließt uns durch ihre Betrachtung immer auch ein Stück Weltgeschichte. Wer den hier versammelten Dingen - vom afrikanischen Faustkeil bis zur Solarlampe Made in China - auf diese Weise begegnet, sieht die Geschichte als ein großes Kaleidoskop - kreisend, vielfältig verbunden, unentwegt voller Überraschungen. Ein intellektuelles und ästhetisches Vergnügen von der ersten bis zur letzten Seite und eines der außergewöhnlichsten historischen Bücher der letzten Jahre.
"In diesem Buch reisen wir zurück in der Zeit und über den Globus, um zu sehen wie Menschen in den vergangenen zwei Millionen Jahren unsere Welt gestaltet haben und von ihr geprägt wurden. Diese Geschichte wird ausschließlich erzählt durch Dinge, die Menschen gemacht haben - alle Arten von Dingen, sorgsam entworfen und dann entweder geschätzt und bewahrt, oder benutzt, zerbrochen und weggeworfen. Ich habe einfach hundert Objekte von verschiedenen Punkten unserer Reise ausgewählt - vom Kochtopf bis zur Galeone, vom Werkzeug aus der Steinzeit bis zur Kreditkarte." (Neil MacGregor)
"In diesem Buch reisen wir zurück in der Zeit und über den Globus, um zu sehen wie Menschen in den vergangenen zwei Millionen Jahren unsere Welt gestaltet haben und von ihr geprägt wurden. Diese Geschichte wird ausschließlich erzählt durch Dinge, die Menschen gemacht haben - alle Arten von Dingen, sorgsam entworfen und dann entweder geschätzt und bewahrt, oder benutzt, zerbrochen und weggeworfen. Ich habe einfach hundert Objekte von verschiedenen Punkten unserer Reise ausgewählt - vom Kochtopf bis zur Galeone, vom Werkzeug aus der Steinzeit bis zur Kreditkarte." (Neil MacGregor)
Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit - 1216 Seiten - Steven Pinker
Die Geschichte der Menschheit eine ewige Abfolge von Krieg, Genozid, Mord, Folter und Vergewaltigung. Und es wird immer schlimmer. Denken wir. Doch ist das richtig?
In einem wahren Opus Magnum, einer groß angelegten Gesamtgeschichte unserer Zivilisation, untersucht der weltbekannte Evolutionspsychologe Steven Pinker die Entwicklung der Gewalt von der Urzeit bis heute und in allen ihren individuellen und kollektiven Formen. Unter Rückgriff auf eine Fülle von wissenschaftlichen Belegen beweist er anschaulich und überzeugend, dass die Menschheit dazulernt und Gewalt immer weniger als Option wahrgenommen wird. Pinkers Darstellung verändert radikal den Blick auf die Welt und uns Menschen. Und sie macht Hoffnung und Mut.
In einem wahren Opus Magnum, einer groß angelegten Gesamtgeschichte unserer Zivilisation, untersucht der weltbekannte Evolutionspsychologe Steven Pinker die Entwicklung der Gewalt von der Urzeit bis heute und in allen ihren individuellen und kollektiven Formen. Unter Rückgriff auf eine Fülle von wissenschaftlichen Belegen beweist er anschaulich und überzeugend, dass die Menschheit dazulernt und Gewalt immer weniger als Option wahrgenommen wird. Pinkers Darstellung verändert radikal den Blick auf die Welt und uns Menschen. Und sie macht Hoffnung und Mut.
Die Borgia: Geschichte einer unheimlichen Familie - 128 Seiten
Die Borgia sind die unheimlichste, schrecklichste und auf jeden Fall umstrittenste Familie der italienischen Renaissance. Alexander VI. Borgia gilt vielen als Inbegriff eines korrupten und verweltlichten Papsttums. Seinen Sohn Cesare Borgia feierte Machiavelli als skrupellosen Machtpolitiker, und seine Tochter Lucrezia Borgia ist als Männer mordende Schönheit in die Geschichte eingegangen.
Volker Reinhardt erzählt anschaulich die Entwicklung der Borgia von ihren Anfängen in Spanien über den ebenso glanzvollen wie rücksichtslosen Aufstieg zum Papsttum bis zum Zusammenbruch ihrer Macht. Er geht den Gerüchten über Orgien im Vatikan und geheime Giftmorde nach, prüft erneut die widersprüchlichen Quellen und macht deutlich, was wir über die berüchtigte Familie heute wissen.
Volker Reinhardt erzählt anschaulich die Entwicklung der Borgia von ihren Anfängen in Spanien über den ebenso glanzvollen wie rücksichtslosen Aufstieg zum Papsttum bis zum Zusammenbruch ihrer Macht. Er geht den Gerüchten über Orgien im Vatikan und geheime Giftmorde nach, prüft erneut die widersprüchlichen Quellen und macht deutlich, was wir über die berüchtigte Familie heute wissen.
Anne Frank Tagebuch - 320 Seiten
Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --
Nerd Attack!: Eine Geschichte der digitalen Welt vom C64 bis zu Twitter und Facebook - Ein SPIEGEL-Buch
Eine Reise zu den Schauplätzen der digitalen Revolution
Die Revolution begann in Kinderzimmern: Mit dem C64, dem ersten millionenfach verbreiteten Heimcomputer, eroberten sich Kinder und Jugendliche in den achtziger Jahren die digitale Welt und trieben die Entwicklung mit voran, als Hacker, Cracker, Nerds, Bastler und neugierige User. Christian Stöcker, Ressortleiter Netzwelt bei SPIEGEL ONLINE und mit dem Computer aufgewachsen, beschreibt in seiner persönlich gefärbten Geschichte der Netzkultur die Akteure der digitalen Szene und ihr Selbstverständnis, die Einflüsse von Film und fantastischer Literatur, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Auseinandersetzungen über den viel beschworenen digitalen Graben hinweg. Sein Buch ist nicht nur ein unterhaltsamer Streifzug durch die digitalen Welten, sondern auch ein Appell, die Möglichkeiten zu nutzen, die digitale Medien und Technologien bieten.
Die Revolution begann in Kinderzimmern: Mit dem C64, dem ersten millionenfach verbreiteten Heimcomputer, eroberten sich Kinder und Jugendliche in den achtziger Jahren die digitale Welt und trieben die Entwicklung mit voran, als Hacker, Cracker, Nerds, Bastler und neugierige User. Christian Stöcker, Ressortleiter Netzwelt bei SPIEGEL ONLINE und mit dem Computer aufgewachsen, beschreibt in seiner persönlich gefärbten Geschichte der Netzkultur die Akteure der digitalen Szene und ihr Selbstverständnis, die Einflüsse von Film und fantastischer Literatur, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Auseinandersetzungen über den viel beschworenen digitalen Graben hinweg. Sein Buch ist nicht nur ein unterhaltsamer Streifzug durch die digitalen Welten, sondern auch ein Appell, die Möglichkeiten zu nutzen, die digitale Medien und Technologien bieten.
Geschichte Alexanders des Großen - Johann Gustav Droysen - 584 Seiten
Gustav Droysen hat mit seinem Lebenswerk über Alexander, die Biographie schlechthin verfasst. Auf 400 Seiten geht er sehr detaiert auf Alexander den Großen und dessen Umfeld ein. So beleuchtet er auch das Perserreich mit seiner Entstehungsgeschichte. Einziger Nachteil ist das Droysen dieses Buch am Anfang des 19Jh. verfasst hat, was sich auf die Sätze und die Rechtschreibung auswirkt! Trotzdem eine mehr als gute Biographie - 5 Sterne!
Empört euch! - Stephane Hessel
»93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende? Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist.« Stéphane Hessels Streitschrift bewegt die Welt. Der gebürtige Berliner war Mitglied der Résistance, hat das KZ Buchenwald überlebt und ist einer der Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Mit emphatischen Worten ruft der ehemalige französische Diplomat zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf. Er beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Werte der Zivilisation bedroht und den Lauf der Welt diktiert. Er prangert die Lage der Menschenrechte an, kritisiert die ökologische Zerstörung unseres Planeten und verurteilt die Politik Israels im Gaza-Streifen als Demütigung der Palästinenser. Stéphane Hessel ist das Gewissen der westlichen Welt und »Frankreichs Rebell der Stunde« (FAZ).
Zug um Zug - Helmut Schmidt und Peer Steinbrück
Obwohl fast dreißig Jahre zwischen Helmut Schmidt und Peer Steinbrück liegen, werden die beiden oft in einem Atemzug genannt - Elder Statesman und moralische Instanz der eine, spätestens seit der Finanzkrise Garant für politische Geradlinigkeit der andere: Hier tauschen sich zwei überzeugte Sozialdemokraten aus, die vieles von dem, was ihre Partei an Beschlüssen in die Welt setzt, nicht gutheißen können. Ob sie über die Risse im Fundament unseres Sozialstaates reden oder über die Ignoranz mancher Funktionseliten, ob sie die Verschiebung der globalen ökonomischen Gewichte diskutieren oder die verheerenden Auswüchse des weltweiten Raubtierkapitalismus: Immer wieder kehrt das Gespräch zu der Ausgangsfrage zurück, wie das Primat des Politischen auch in Zukunft gewahrt und die wachsende Kluft zwischen Regierten und Regierenden geschlossen werden kann.
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